Produkte, die von Anfang an für die Wiederverwertung konzipiert sind: Monomaterialien, trennbare Verbindungen und eine recyclinggerechte Konstruktion. Recyclingfähigkeit entscheidet sich in der Entwicklung – nicht erst in der Sortieranlage.
Auf einen Blick
Design for Recycling bezeichnet die recyclinggerechte Gestaltung von Kunststoffprodukten: Ein Produkt wird konstruktiv so ausgelegt, dass es am Lebensende sortenrein erfasst und werkstofflich wiederverwertet werden kann. Die zentralen Hebel sind Monomaterialien statt Verbundwerkstoffe, lösbare statt geklebte Verbindungen, der Verzicht auf störende Beschichtungen sowie eine klare Materialkennzeichnung nach ISO 11469. Semadeni berücksichtigt diese Kriterien bereits in der Produktentwicklung und orientiert sich an anerkannten Design-Leitfäden wie den RecyClass-Kriterien. Da Funktion, Normvorgaben und Recyclingfähigkeit gelegentlich im Zielkonflikt stehen, gewichten wir sie produkt- und einsatzbezogen – statt Recyclingfähigkeit pauschal zu behaupten.
Zwei Wege zur Recyclingfähigkeit
Wonach suchen Sie?
Entwicklung & Konstruktion
Ich entwickle ein Produkt und will es recyclinggerecht auslegen
Wir prüfen früh, welcher Werkstoff, welche Verbindungstechnik und welche Kennzeichnung Ihr Bauteil trägt – Monomaterial statt Verbund, lösbare statt geklebte Verbindungen, Kennzeichnung nach ISO 11469.
Die PPWR verlangt ab 2030 recyclingfähige Verpackungen. Wir dokumentieren Werkstoff und Kennzeichnung; die Bewertung der Recyclingfähigkeit selbst bleibt produktbezogen und wird nicht pauschal zugesichert.
Die spätere Wiederverwertbarkeit wird zu einem grossen Teil schon in der Konstruktion festgelegt. Wir setzen deshalb früh an: Monomaterialien statt Verbunde, mechanische Verbindungen statt Verklebungen und eine Materialkennzeichnung, die Sortierung und Aufbereitung erleichtert.
Monomaterialien: PP, PE-HD, PET – sortenrein wiederverwertbar
Verzicht auf Beschichtungen und Lacke, die das Recycling stören
Materialkennzeichnung nach ISO 11469 auf geeigneten Formteilen
Schraub- statt Klebeverbindungen für die Demontierbarkeit
Konstruktionsprinzipien
Vier Hebel für recyclinggerechte Produkte
Monomaterial
Ein Werkstoff statt Verbund – PP-Behälter mit PP-Deckel statt Materialmix. Sortenreinheit ist die Basis für hochwertiges Recycling.
Trennbarkeit
Lösbare Verbindungen statt Klebung, damit sich Komponenten am Lebensende ohne Werkzeug oder mit einfachem Werkzeug trennen lassen.
Kennzeichnung
Materialkennzeichnung nach ISO 11469 erleichtert Sortierung und Aufbereitung in der Recyclingkette. Voraussichtlich bis August 2028 – danach löst die Kennzeichnung nach PPWR sie ab.
Störstoffe vermeiden
Keine inkompatiblen Etikettenkleber, Beschichtungen oder dunklen Pigmente, die Sortierung und Rezyklatqualität beeinträchtigen.
In der Praxis
Was wir umsetzen – und wo Grenzen liegen
Recyclinggerechtes Design ist immer eine Abwägung: Manche Funktionen oder Normvorgaben
erfordern Werkstoffe oder Verbindungen, die der reinen Recyclingfähigkeit zuwiderlaufen.
Wir machen den Zielkonflikt transparent und entscheiden produktbezogen.
Das setzen wir um
PP-Behälter mit PP-Deckel – vollständig monomaterialkonform
PE-HD-Kanister ohne störende Pigmente für hochwertigeres Recycling
RecyClass-Kriterien als Leitfaden in der Produktentwicklung
Materialkennzeichnung nach ISO 11469 als Standard
Das bleibt eine Abwägung
Barriere- oder Sicherheitsfunktionen können Verbunde erfordern
Normvorgaben (z. B. Gefahrgut) schränken die Werkstoffwahl ein
Farb- und Designwünsche stehen teils gegen die Sortierbarkeit
Recyclingfähigkeit hängt auch von der lokalen Sammel-Infrastruktur ab
Design for Recycling heisst, ein Kunststoffprodukt von der Konstruktion her so zu gestalten, dass es am Lebensende sortenrein erfasst und werkstofflich wiederverwertet werden kann. Im Mittelpunkt stehen Monomaterialien, trennbare Verbindungen, recyclingverträgliche Farben und eine klare Materialkennzeichnung.
Welche Konstruktionsprinzipien sind entscheidend?
Wichtig sind vier Hebel: möglichst ein Werkstoff (Monomaterial) statt Verbund, lösbare statt geklebte Verbindungen für die Demontage, der Verzicht auf störende Beschichtungen und Etikettenkleber sowie eine Materialkennzeichnung nach ISO 11469. Welche Lösung passt, hängt von Funktion und Anwendung ab.
Warum sind Monomaterialien besser recyclingfähig?
Sortenreine Werkstoffe lassen sich nach der Sammlung deutlich einfacher trennen und zu hochwertigem Rezyklat aufbereiten. Materialverbunde – etwa unterschiedliche Kunststoffe oder Kunststoff-Metall-Kombinationen – müssen aufwendig getrennt werden und landen häufiger in der thermischen Verwertung. Wir bevorzugen deshalb PP-auf-PP oder PE-auf-PE.
Berät Semadeni bei der recyclinggerechten Produktentwicklung?
Ja. Wir bringen Recyclingfähigkeit bereits in die Entwicklung ein – von der Werkstoffwahl über die Verbindungstechnik bis zur Kennzeichnung. Als Orientierung dienen anerkannte Design-Leitfäden wie die RecyClass-Kriterien. Den konkreten Zielkonflikt zwischen Funktion, Norm und Recyclingfähigkeit lösen wir produktbezogen.
Schliesst Design for Recycling auch Rezyklat-Einsatz ein?
Beides gehört zum Kreislauf, ist aber nicht dasselbe: Design for Recycling sorgt dafür, dass ein Produkt am Ende gut wiederverwertbar ist; der Rezyklat-Einsatz nutzt bereits aufbereitetes Material im neuen Produkt. Idealerweise greifen beide ineinander – wo Norm und Anwendung es zulassen.
Ziel ist eine aufschaltbare Basis ohne Falschinformationen – nicht Vollständigkeit. Was fehlt oder ausführlicher sein könnte, melde als «Idee für später»: wir bauen nach dem Aufschalten laufend aus.
Du schaust deine Seiten an und meldest, was inhaltlich nicht stimmt. Pro Seite sind das meist drei bis fünf Minuten.
Lies die Seite wie ein Kunde, nicht wie ein Korrektor – und nur diese eine Seite, nicht die von ihr verlinkten. Die stehen in der Liste von jemand anderem.
Was auffällt, hier melden – ein Bild der Seite geht automatisch mit. Geht es um eine bestimmte Textstelle: markieren, Rechtsklick, «Link zu markiertem Text kopieren» und den Link in die Meldung einfügen.
Zum Schluss «Seite als geprüft vermerken» klicken – der Knopf steht fest am unteren Rand dieses Fensters. Auch wenn du nichts gefunden hast – sonst ist «nichts gemeldet» nicht von «nie angeschaut» zu unterscheiden. Und auch, wenn du etwas gemeldet hast: der Haken heisst «angeschaut», nicht «fehlerfrei».
Gehört eine Seite fachlich jemand anderem: «Jemanden dazuholen» für eine einzelne Stelle, «Seite übergeben» für die ganze Seite.
In deiner Prüfliste siehst du jederzeit, was dir gehört, was noch offen ist und was aus deinen Meldungen wurde.
Bitte melden: Was fehlt, veraltet oder falsch ist – und was sichtbar kaputt ist.
Bitte nicht melden: Geschmack, Formulierungs-Politur, Wünsche. Und dass Formulare nicht ankommen: das ist Absicht.