Leistung · Werkzeug & Form
Werkzeugbau & Formenbau
Spritzgusswerkzeuge aus eigenem Formenbau in der Schweiz – Werkzeugkonstruktion, Moldflow-Analyse, Bemusterung sowie Wartung und Einlagerung des Werkzeugs. Die Teile aus dem fertigen Werkzeug produzieren wir nebenan im eigenen Spritzwerk.
Wer baut Spritzgusswerkzeuge in der Schweiz?
Werkzeugbau (Formenbau) bezeichnet die Konstruktion und Fertigung der Spritzgusswerkzeuge, mit denen Kunststoffteile später in Serie produziert werden. Semadeni betreibt in Ostermundigen einen eigenen Formenbau: Bauteil- und Werkzeugkonstruktion im CAD, Moldflow-Analyse zur Simulation von Füllverhalten und Verzug, Bau und Erprobung des Werkzeugs, Bemusterung mit Erstmusterprüfbericht (EMPB) sowie Wartung, Reparatur und Einlagerung des Werkzeugs – nach unseren AGB (Ziffer 9.5) während fünf Jahren ab der letzten Lieferung, auf Wunsch und gegen Kostenfolge länger. Selbst gebaut werden vor allem kleinere Werkzeuge; den grösseren Teil der Arbeit im eigenen Formenbau machen Reparatur und Instandhaltung aus. Grössere Werkzeuge entstehen bei externen Werkzeugbau-Partnern, stets in enger Absprache mit uns – so bleiben wir auch bei Grossprojekten reaktionsschnell und haben die nötige Kapazität. Bestehende Kundenwerkzeuge übernehmen wir, vermessen sie und setzen sie instand. Ob sich ein eigenes Werkzeug lohnt, klären wir projektbezogen anhand Stückzahl, Geometrie und Werkstoff – für kleine Mengen sind CNC-Bearbeitung oder 3D-Druck oft die wirtschaftlichere Brücke. Die Serienfertigung aus dem freigegebenen Werkzeug ist auf der Seite Spritzguss beschrieben.
Verfahren
Vorteile von Werkzeugbau & Formenbau
Werkzeug und Serie am selben Ort
Formenbau und Spritzwerk stehen in derselben Halle – das Werkzeug wird dort erprobt, wo es später produziert, und Korrekturen laufen ohne Lieferantenwechsel.
Eigener Formenbau
Konstruktion, Zerspanung auf eigenen CNC-Maschinen und Erprobung im eigenen Haus – vor allem für kleinere Werkzeuge sowie für Reparatur und Instandhaltung, mit kurzen Iterationen und direkter Kontrolle über die Qualität.
Partner für grosse Werkzeuge
Grössere Werkzeuge bauen wir mit eingespielten Werkzeugbau-Partnern, stets in enger Absprache mit uns – so bleiben Kapazität und Reaktionszeit auch bei Grossprojekten planbar.
Moldflow vor dem Stahl
Simulation von Füllverhalten, Bindenähten, Einfallstellen und Verzug, bevor das Werkzeug gebaut wird – das spart spätere Korrekturen am Stahlwerkzeug.
Prototyping als Brücke
Konzept- und Funktionsmuster aus CNC-Fräsen oder 3D-Druck prüfen Geometrie und Passung, bevor Werkzeugkosten anfallen.
Werkzeugpflege & Einlagerung
Wartung, Reparatur und Einlagerung von Kunden- und Eigenwerkzeugen – für planbare Wiederholserien über Jahre.
Übernahme bestehender Werkzeuge
Werkzeuge von einem anderen Fertiger übernehmen wir, vermessen sie, setzen sie instand und nehmen sie in Betrieb – das Werkzeug bleibt Ihr Eigentum.
Technische Möglichkeiten
Rahmen für die Vorklärung. Werkzeugkonzept, Kavitätenzahl und Wirtschaftlichkeit legen wir projektbezogen anhand Bauteil, Werkstoff und geplanter Serie fest.
Vom CAD zum freigegebenen Werkzeug
Bauteilkonstruktion
CAD-Konstruktion, Materialwahl und spritzgussgerechte Designberatung.
Moldflow-Analyse
Simulation von Füllverhalten und Verzug vor dem Werkzeugbau.
Werkzeugbau
Bau und Erprobung des Werkzeugs – im eigenen Formenbau oder bei einem Werkzeugbau-Partner.
Bemusterung & Freigabe
Erstmuster mit Erstmusterprüfbericht (EMPB) – hier endet der Werkzeugbau und die Serie beginnt.
Werkzeugbetreuung
Wartung, Reparatur und Einlagerung – nach AGB Ziffer 9.5 während fünf Jahren ab der letzten Lieferung, auf Wunsch länger.
Vor dem Werkzeug
Prototyping mit CNC und 3D-Druck
Bevor ein Stahlwerkzeug entsteht, prüfen wir Geometrie, Passung und Funktion an gefrästen oder 3D-gedruckten Mustern. So lassen sich Änderungen früh und günstig einarbeiten – lange bevor Werkzeugkosten anfallen.
- Konzept- und Funktionsmuster direkt aus den CAD-Daten
- Schnelle Iteration mehrerer Varianten bis zum Design-Freeze
- Nahtloser Übergang vom freigegebenen Muster in den Werkzeugbau
Für welche Werkzeugvorhaben?
- Neuwerkzeug für ein neu entwickeltes Bauteil
- Folge- oder Ersatzwerkzeug für eine laufende Serie
- Übernahme und Instandsetzung eines fremdgefertigten Werkzeugs
- Änderung oder Ausbau eines bestehenden Werkzeugs (Kavitäten, Anguss, Konturen)
Werkzeug bauen oder zerspanen?
Im Detail
Werkzeugbau, der zur Serie passt
Ein Spritzgusswerkzeug ist die teuerste und langlebigste Investition eines Kunststoffprojekts. Semadeni konstruiert und baut Werkzeuge im eigenen Formenbau und denkt dabei die Serie von Anfang an mit – von der Wandstärke über die Entformung bis zur Kühlung. So entsteht ein Werkzeug, das nicht nur das erste Muster liefert, sondern über Jahre reproduzierbare Teile.
Eigener Formenbau und Partner
Wo das Werkzeug gebaut wird
Im eigenen Formenbau in Ostermundigen entstehen vor allem kleinere Werkzeuge; den grösseren Teil der Arbeit dort machen Reparatur, Wartung und Instandhaltung aus. Grössere Werkzeuge bauen wir mit externen Werkzeugbau-Partnern – stets in enger Absprache mit uns, damit Konstruktion, Bemusterung und die spätere Betreuung in einer Hand bleiben. So sind wir auch bei Grossprojekten reaktionsschnell und haben die nötige Kapazität.
Simulation vor dem Stahl
Warum sich Moldflow rechnet
Bevor Stahl zerspant wird, simulieren wir den Einspritzvorgang. Die Moldflow-Analyse zeigt Bindenähte, Einfallstellen, Füllverhalten und Verzug am Modell – dort lassen sich Anschnittlage, Wandstärken und Kühlung anpassen, solange Änderungen nur Daten kosten. Korrekturen am fertigen Werkzeug sind dagegen aufwendig und teuer.
Vom Prototyp zum Werkzeug
Brücke für kleine Mengen
Nicht jedes Bauteil braucht sofort ein Werkzeug. Für Funktionsmuster und kleine Stückzahlen fertigen wir per CNC-Fräsen oder 3D-Druck und prüfen Geometrie und Passung am realen Teil. Erst nach dem Design-Freeze wird Stahl zerspant – dann steht die Geometrie, und das Werkzeug muss nicht nachträglich korrigiert werden.
Das Werkzeug über seine Lebensdauer
Wartung, Einlagerung, Übernahme
Ein Werkzeug ist ein Betriebsmittel, kein einmaliger Kauf. Wir lagern Kunden- und Eigenwerkzeuge ein, reinigen und warten sie in vereinbarten Intervallen und setzen Verschleissteile instand, damit Wiederholserien über Jahre planbar bleiben. Aufbewahrung, Pflege und Versicherung gelten nach unseren AGB (Ziffer 9.5) während fünf Jahren seit der letzten Lieferung; auf schriftliches Begehren verlängern wir diese Frist gegen Kostenfolge. Werkzeuge aus einer anderen Fertigung übernehmen wir ebenfalls: vermessen, Zustand prüfen, instand setzen, bemustern, freigeben.
Was danach kommt – Serienfertigung, Maschinenpark, Reinraum, Werkstoffe und Qualitätssicherung am Teil – steht auf der Seite Spritzguss & Lohnspritzguss.
Häufige Fragen zu Werkzeugbau & Formenbau
Baut Semadeni jedes Werkzeug selbst?
Nein. Im eigenen Formenbau in Ostermundigen entstehen vor allem kleinere Werkzeuge; den grösseren Teil der Arbeit dort machen Reparatur, Wartung und Instandhaltung aus. Grössere Werkzeuge und Grossprojekte realisieren wir mit externen Werkzeugbau-Partnern, stets in enger Absprache mit uns – das gibt Kapazität und kurze Reaktionszeiten auch dann, wenn ein Vorhaben den eigenen Formenbau übersteigt. An Ihrem Ansprechpartner ändert das nichts: Konstruktion, Bemusterung, Freigabe und Werkzeugbetreuung laufen über uns.
Was ist eine Moldflow-Analyse?
Eine Simulation des Einspritzvorgangs im Werkzeug. Sie prognostiziert Bindenähte, Einfallstellen, Füllverhalten und Verzug, bevor das Werkzeug gebaut wird. So lassen sich Anschnitt, Wandstärken und Kühlung optimieren – das spart teure Korrekturen am fertigen Stahlwerkzeug.
Ab welcher Stückzahl lohnt sich ein eigenes Werkzeug?
Die Werkzeuginvestition amortisiert sich über die Serie durch tiefe Stückkosten; wirtschaftlich wird ein eigenes Werkzeug typischerweise ab rund 1'000 Stück, projektbezogen je nach Bauteil und Werkzeugaufwand. Für kleinere Mengen empfehlen wir CNC-Bearbeitung oder 3D-Druck als Brückenlösung.
Wem gehört das Werkzeug, das Semadeni baut?
Ein von uns gebautes Werkzeug bleibt nach unseren AGB (Ziffer 9) Eigentum von Semadeni – auch dann, wenn Sie einen Werkzeugkostenanteil oder die gesamten Werkzeugkosten übernommen haben. Wir setzen es ausschliesslich für Ihre Aufträge ein, lagern und warten es. Bringen Sie ein eigenes Werkzeug mit, bleibt es Ihr Eigentum und wird als Dritteigentum gekennzeichnet. Abweichende Regelungen halten wir im Angebot schriftlich fest.
Kann Semadeni ein bestehendes Werkzeug von einem anderen Fertiger übernehmen?
Ja. Wir nehmen das Werkzeug entgegen, vermessen es, prüfen den Zustand von Kavitäten, Auswerfern und Kühlung und setzen es bei Bedarf instand. Danach folgen eine Bemusterung zur Freigabe und die Aufnahme in die laufende Werkzeugbetreuung.
Wie lange hält ein Spritzgusswerkzeug?
Die Lebensdauer hängt von Werkzeugstahl, Bauteilgeometrie, Werkstoff (besonders bei gefüllten oder abrasiven Typen) und der Zahl der Schüsse ab. Entscheidend für eine lange Standzeit sind regelmässige Wartung und Reinigung – beides bieten wir als Werkzeugservice an und legen die Intervalle projektbezogen fest.
Welche Angaben braucht Semadeni für eine Werkzeugofferte?
Hilfreich sind eine Zeichnung oder ein 3D-Modell des Bauteils, der Werkstoff oder die Anforderung, die geplante Jahres- und Gesamtmenge sowie Angaben zu Toleranzen, Oberfläche und allfälligen Normen. Aus Menge und Taktzeit ergibt sich die sinnvolle Kavitätenzahl, aus Bauteil und Serie das Angusssystem – je konkreter die Angaben, desto belastbarer das Werkzeugkonzept.
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Werkzeugkonzept anfragen
Senden Sie Zeichnung oder Muster, den gewünschten Werkstoff und die geplante Jahresmenge. Wir prüfen die Machbarkeit, schlagen ein Werkzeugkonzept mit Kavitätenzahl und Angusssystem vor und erstellen eine Offerte – persönlich aus der Schweiz.